3.735 Kinder und Jugendliche haben sich an der ersten U16-Wahl in der Region Hannover beteiligt. Vom 24. August bis 4. September konnten junge Menschen unter 16 Jahren ausprobieren, wie eine Wahl funktioniert. Simuliert wurde die Wahl zur Regionsversammlung, teilt die Region Hannover mit. Koordiniert hat das Team Jugend- und Familienbildung der Region; umgesetzt haben die Wahl 16 der 21 regionsangehörigen Städte und Gemeinden in 75 Wahllokalen.
So fiel das Ergebnis aus
Ausgewertet wurden 3.070 gültige Stimmen von Zehn- bis 15-Jährigen. Die SPD erhielt 23 Prozent, die CDU 15,6 Prozent und Die Linke 15,2 Prozent. Auf die AfD entfielen knapp 14 Prozent, auf die Grünen 12,9 Prozent. Die Tierschutzpartei kam auf 6,7 Prozent, die FDP auf 4,2 Prozent. Die restlichen Stimmen gingen an weitere Parteien.
Zur Wahl standen die Parteien, die auch bei der regulären Wahl zur Regionsversammlung antraten; jede und jeder hatte eine Stimme. Anders als die Kommunalwahl am 13. September war die U16-Wahl keine offizielle Wahl, die Stimmen flossen nicht ins Kommunalwahlergebnis ein.
62 Prozent der Wählerinnen und Wähler in der ausgewerteten Altersgruppe waren zwischen 13 und 15 Jahre alt. 18 Prozent waren zwölf, zwölf Prozent elf und sieben Prozent zehn Jahre alt.
„Die große Beteiligung ist ein starkes Signal“, sagt der Erste Regionsrat Jens Palandt. „Demokratiebildung funktioniert besonders gut, wenn Demokratie nicht nur erklärt, sondern erlebt werden kann.“
Schule als wichtigste Informationsquelle
Eine Online-Umfrage begleitete die Wahl, 187 Antworten wurden ausgewertet. 59,4 Prozent gaben an, sich vor der Stimmabgabe über die Kommunalwahl oder die Parteien informiert zu haben, am häufigsten in der Schule. Auch auf die U16-Wahl selbst waren fast 80 Prozent über ihre Schule aufmerksam geworden. 54,6 Prozent ist es sehr wichtig, dass die Meinung von Kindern und Jugendlichen in der Politik vor Ort gehört wird, weitere 26,2 Prozent finden das eher wichtig.
Repräsentativ ist die Umfrage nach Angaben der Region nicht: Rund 90 Prozent der ausgewerteten Antworten kamen aus Garbsen und Hemmingen.
„Junge Menschen wollen mit ihrer Meinung gehört werden“, sagt Regionsjugendpflegerin Nina Krüger. Die Region will die Ergebnisse mit jungen Menschen und Fachkräften auswerten, in Arbeitskreisen und Gremien diskutieren und in die Weiterentwicklung ihrer Angebote zur Demokratiebildung einfließen lassen. Alle Ergebnisse und der vollständige Wahlbericht stehen unter www.u16-wahl.team-jugendarbeit.de.
Bildquellen
- proklima-gesellschafter-2026: proKlima
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