Großkontrolle auf der A 2: Autotransporter oft zu hoch oder zu lang

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Bei einer groß angelegten Kontrolle auf der Autobahn 2 hat die Polizeidirektion Hannover am Donnerstag, 22. Oktober, den Güterverkehr überprüft, mit dem Schwerpunkt auf Autotransportern. Gemeinsam mit dem Einsatz- und Streifendienst der Autobahn richteten acht Kontrollteams stationäre Kontrollstellen auf den Parkplätzen „Bückethaler Knick Nord“ in Fahrtrichtung Dortmund und „Bückethaler Knick Süd“ in Fahrtrichtung Berlin ein.

Im Mittelpunkt stand die Verladetechnik von Fahrzeugtransportern und die sogenannte Lohr-Problematik. Gemeint sind falsch ausgefahrene Fahrzeugteile oder falsch positionierte Fahrzeuge, durch die nach Angaben der Polizei oft die vorgeschriebenen Gesamthöhen und -längen überschritten werden.

23 Verstöße bei 25 Fahrzeugen

Bis zum Einsatzende leiteten die Einsatzkräfte 25 Transporter zur Überprüfung von der Fahrbahn ab: fünf Kleintransporter bis 3,5 Tonnen, 14 Lkw mit Anhänger und sechs Sattelkraftfahrzeuge. Mehr als die Hälfte davon waren Autotransporter. Bei den 13 überprüften Autotransportern stellte die Polizei elfmal Verstöße gegen die zulässigen Abmessungen fest.

Insgesamt registrierten die Beamtinnen und Beamten 23 Verstöße. Darunter waren zwölf Maßüberschreitungen, eine davon im Groß- und Schwerlastverkehr, sowie vier Mängel bei den digitalen Kontrollgeräten und den Lenkzeiten. Hinzu kamen zwei Überladungen, zwei Verstöße gegen das Lkw-Überholverbot, eine Geschwindigkeitsüberschreitung, eine fehlende Ausnahmegenehmigung im VEMAGS-System und eine mangelhafte Ladungssicherung.

Weiterfahrt erst nach dem Umladen

In elf Fällen untersagte die Polizei die Weiterfahrt, bis die Ladung ordnungsgemäß umgeladen oder die Abmessungen korrigiert waren. Die Einsatzkräfte leiteten zwei Bußgeldverfahren ein, erhoben ein Verwarngeld und von Fahrern ohne inländischen Wohnsitz drei Sicherheitsleistungen. Eine Abfrage im Fahreignungsregister kam hinzu, außerdem in zehn Fällen Anregungen zur Einziehung von Taterträgen.

Für einen Fahrer hatte die Kontrolle einen unerwarteten Nebeneffekt. Er war mit seinem Autotransporter von Wolfsburg aus in Richtung Essen unterwegs, die geladenen Fahrzeuge waren nach Angaben der Polizei aber für Brandenburg bestimmt. Offenbar hatte er beim Beladen die falschen Pkw bekommen. Durch die Kontrolle fiel die Verwechslung auf, und der Mann konnte seine Fahrt korrigieren.

Die Polizei Hannover kündigt weitere gezielte Großkontrollen auf den Autobahnen der Region an.

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