Sporthallen, Freibäder, Fußball- und Tennisplätze: Für ihre Sanierung können Kommunen wieder Geld vom Bund bekommen. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat am Montag, 26. Oktober, eine neue Förderrunde des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ gestartet. Für den Projektaufruf 2026/2027 stehen 333 Millionen Euro bereit. Städte, Gemeinden und Landkreise können ihr Interesse bis Montag, 1. Februar 2027, anmelden. Das gilt auch für die Kommunen in der Region Hannover.
Sanierung vor Neubau
Gefördert wird die umfassende bauliche Sanierung und Modernisierung von Anlagen, die vor allem dem Sport dienen. Neben Gebäuden zählen dazu Freibäder und Sportfreianlagen wie Fußball- und Tennisplätze. Bestehende Gebäude und Anlagen sollen grundsätzlich erhalten bleiben, ein Ersatzneubau ist laut BBSR nur in Ausnahmefällen förderfähig. Bei Gebäuden liegt der Schwerpunkt auf der energetischen Sanierung; nach der Fertigstellung müssen sie festgelegte energetische Standards erfüllen. Auch die Umwandlung in einen Kunstrasenplatz oder dessen Sanierung ist möglich.
Der Haushaltsausschuss wählt aus
Die Interessenbekundungen gehen ausschließlich digital über die Förderzentrale Deutschland ein, das Formular soll laut BBSR seit dem 26. Oktober freigeschaltet sein. Welche Projekte gefördert werden, entscheidet der Haushaltsausschuss des Bundestags. Die ausgewählten Kommunen werden danach aufgefordert, einen Zuwendungsantrag zu stellen. Für Fragen zum Projektaufruf ist eine Hotline montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr unter +49 30/257679-450 erreichbar.
916 Millionen Euro seit 2025
Das Geld stammt aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität. Wie die Parlamentsnachrichten des Bundestags im April unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion berichteten, hat der Bundestag für das Programm in den Wirtschaftsplänen 2025 und 2026 bislang insgesamt 916 Millionen Euro bereitgestellt: jeweils 333 Millionen Euro für die Sanierung kommunaler Sportstätten und 2026 weitere 250 Millionen Euro für eine eigene Förderrunde für Schwimmbäder. Nach Angaben der Bundesregierung könnten die Länder ihre Mittel aus dem Sondervermögen auch für Sportanlagen einsetzen.
Bildquellen
- Niedersächsisches Innenministerium, Lavesallee Hannover: Christian A. Schröder (ChristianSchd) via Wikimedia Commons
- Hannover Congress Centrum mit Kuppelsaal: Christian A. Schröder (ChristianSchd), CC BY-SA 4.0
- symbolbild-gemuese-preisschilder-wochenmarkt: Dietmar Rabich / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
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