Vor dem Amtsgericht Hannover beginnt am Montag, 9. November 2026, ein Prozess um einen mutmaßlich angeschossenen Hund in Langenhagen. Der Angeklagte soll im Mai 2026 von seinem Balkon aus mit einem Luftgewehr auf einen Golden Retriever im Nachbargarten gezielt haben. Das Tier gehörte laut Anklage seinem Vermieter. Es soll an der Rute getroffen worden sein und eine Fleischwunde sowie länger andauernde, erhebliche Schmerzen und Leiden erlitten haben. Dem Vermieter soll der Angeklagte zuvor gesagt haben, er wolle den Hund zum Schweigen bringen. Verhandelt wird ab 11.30 Uhr in Saal 3112 im Neubau (Aktenzeichen 204 Ds 5742 Js 65924/26).
Das Gericht weist darauf hin, dass die Hauptverhandlungen klären sollen, ob die Vorwürfe zutreffen. Für alle Angeklagten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. Termine können sich kurzfristig ändern.
Vorwurf: Einbruch durch offenes Fenster
Am selben Montag um 9.15 Uhr steht in Saal 2292 im Altbau ein Mann vor Gericht, dem neun Straftaten zwischen Dezember 2025 und März 2026 in Hannover vorgeworfen werden. In sieben Fällen soll er gewerbsmäßig Waren im Gesamtwert von mehreren hundert Euro aus zwei Geschäften im Stadtgebiet entwendet haben. Im März 2026 soll er zudem durch ein offenstehendes Fenster in eine Wohnung gestiegen sein und rund 545 Euro sowie persönliche Gegenstände mitgenommen haben (223 Ls 2051 Js 29918/26).
Vorwurf: selbst erstellte Drogenbefunde für die MPU
Am Dienstag, 10. November 2026, um 11.15 Uhr geht es in Saal 2173 im Altbau um gefälschte Befunde. Der Angeklagte soll im Oktober 2025 in Hannover Lichtbilder zweier vermeintlicher Laborbefunde an eine MPU-Begutachtungsstelle in Berlin geschickt haben. Sie sollen ausgewiesen haben, dass in seinen Haarproben keine Betäubungsmittelwirkstoffe festgestellt wurden. Nach dem Anklagevorwurf soll er die Befunde selbst erstellt haben, um Drogenabstinenz vorzutäuschen (242 Ds 2407 Js 63335/26).
Vorwurf: Volksverhetzung in Facebook-Gruppe
Um 12.30 Uhr folgt am selben Tag in Saal 2186 im Altbau ein Verfahren wegen Volksverhetzung. Der Angeklagte soll im Juli 2025 in einer öffentlichen Facebook-Gruppe mit rund 66.500 Mitgliedern in Deutschland lebende Migranten als „Drecks Pack“ bezeichnet und geschrieben haben, man solle sie an einem Baum aufhängen (227 Cs 803 Js 25260/26).
Bildquellen
- Amtsgericht Hannover, Volgersweg: Christian A. Schröder (ChristianSchd)
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