Hannover: Inleap Photonics will Laser-Drohnenabwehr in Serie bauen

2 Min. Lesezeit.

Das Hannoveraner Unternehmen Inleap Photonics will seine Laser-Drohnenabwehr in Serie fertigen. Am Freitag, 30. Oktober 2026, sollte dafür laut Mitteilung von Inleap Photonics eine neue Produktionshalle am Standort Hannover eröffnen. Als Gäste kündigte die Firma Niedersachsens Ministerpräsidenten Olaf Lies und Sven Weizenegger an, den Leiter des Cyber Innovation Hub der Bundeswehr.

Laser auf unbemannter Plattform

Das System heißt Fastlight Held und steht auf einer geländegängigen, unbemannten Bodenplattform. Es soll eine Drohne erkennen, verfolgen und identifizieren und den Laserstrahl dann auf ihre Schwachstellen richten, um sie innerhalb weniger Sekunden zu neutralisieren. Gedacht ist es laut Unternehmen für den ferngesteuerten Schutz mobiler Einheiten, temporär gesicherter Bereiche und kritischer Infrastruktur.

Erst vor kurzem zeigte Inleap Photonics zusammen mit dem Cyber Innovation Hub auf dem zivil genutzten Flugplatz Strausberg bei Berlin öffentlich die Abwehr einer fliegenden Drohne per Laser. Damit diese Fähigkeit in der Truppe ankomme, müsse sie jetzt skalieren, sagt Weizenegger.

Sechs Stationen je System

Mit der neuen Linie will das Unternehmen von der Prototypenentwicklung in die Serienfertigung wechseln. Jedes System soll sechs Produktionsstationen einzeln und ohne Zwischenlager durchlaufen. Die Serienproduktion schaffe die Grundlage, auch größere Aufträge abzubilden und auf den Bedarf militärischer Kunden zu reagieren, sagt Firmenchef und Gründer Marius Lammers. „Europa braucht nicht nur innovative Technologien, sondern vor allem auch die Fähigkeit, sie in relevanten Stückzahlen selbst zu produzieren.“

Inleap Photonics entstand als Ausgründung aus dem Laser Zentrum Hannover. Ministerpräsident Lies sagt: „Innovative Technologien für die Drohnenabwehr und den Schutz kritischer Infrastrukturen kommen zunehmend aus Niedersachsen.“

Auslieferung soll im November starten

Die ersten schlüsselfertigen Systeme sollen laut Unternehmen an den Partner STARK gehen. Der Hochlauf der Serienproduktion und weitere Auslieferungen sollen im November 2026 beginnen. Aktuell beschäftigt Inleap Photonics 50 Menschen, bis Ende 2027 soll die Zahl am Standort Hannover auf über 100 steigen.

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