Hannover: Neue Rechner an der Leibniz Uni berechnen Niedersachsens Grundwasser

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An der Leibniz Universität Hannover läuft ein neues Rechencluster, das Grundwassermodelle für ganz Niedersachsen berechnen soll. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und das niedersächsische Umweltministerium haben die Anlage in Kooperation mit der Universität in Betrieb genommen, teilte das LBEG am Donnerstag, 5. November 2026, mit.

288Rechenkerne in drei Hochleistungs-Rechenservern4,5 TerabyteArbeitsspeicher des neuen Clusters600 MeterTiefe, bis zu der das Landesmodell rechnet

Das Landesamt verweist auf den Klimawandel: Mehr Starkregen und mehr Dürren nähmen erheblichen Einfluss auf den Wasserhaushalt. Um die Folgen für Wasserversorgung, Landwirtschaft, Umwelt und Industrie möglichst gering zu halten, seien neue Planungsgrundlagen nötig. Für dauerhaft ausreichend Grundwasser brauche es Kenntnisse über Grundwasserströmung und Grundwasserneubildung. Diese Daten stellt das LBEG nach eigenen Angaben erstmals landesweit zusammen.

Drei Server für die Grundwasserdaten

Das Cluster besteht aus drei Hochleistungs-Rechenservern mit zusammen 288 Rechenkernen aus der fünften Prozessorgeneration von AMD und 4,5 Terabyte Arbeitsspeicher. „Mit diesen neuen Rechenkapazitäten können wir besonders umfangreiche Grundwassermodelle für ganz Niedersachsen bearbeiten“, sagt LBEG-Präsident Carsten Mühlenmeier.

Vor allem das landesweite Grundwasserströmungsmodell STELLAR, das derzeit aufgebaut wird, soll davon profitieren. Das LBEG berechnet dafür die Grundwasserströmung auf knapp 48.000 Quadratkilometern in Tiefen von bis zu 600 Metern unter der Oberfläche. Zudem soll das Modell die Grundwasserdaten der Landesmessstellen wiedergeben. Vorlage sind vergleichbare Berechnungen in den Niederlanden und Dänemark.

Uni-Rechenzentrum übernimmt technischen Betrieb

Um den technischen Betrieb der Server kümmert sich das Rechenzentrum der Leibniz Universität. Deren eigenes Hochleistungs-Cluster umfasst laut LBEG mehr als 200 Rechenserver mit gut 13.000 Rechenkernen und mehr als 60 Terabyte Arbeitsspeicher. Beide Anlagen sind eng verbunden, sodass jede Seite freie Kapazitäten der anderen für eigene Rechenaufgaben nutzen kann.

Die Ergebnisse sollen nicht nur Behörden und Wirtschaft, sondern auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Daten etwa zu Grundwasserneubildung und Grundwasserbeschaffenheit lassen sich auf dem NIBIS-Kartenserver des LBEG im Themenkarten-Kapitel Hydrogeologie abrufen.

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