Landgericht Hannover: Prozesse um mutmaßlichen Messerangriff und Kiosküberfälle

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Am Landgericht Hannover beginnen im November mehrere große Strafprozesse. Das geht aus der Monatsvorschau des Gerichts hervor. Die Hauptverhandlungen dienen laut Landgericht der Klärung, ob die erhobenen Vorwürfe zutreffen. Für alle Angeklagten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

Vorwurf: 48 Messerstiche auf offener Straße in Langenhagen

Vor der 13. großen Strafkammer beginnt am Montag, 23. November 2026, um 9 Uhr in Saal 127 ein Prozess wegen versuchten Mordes. Der Angeklagte soll im Rahmen eines Streits in der Nacht auf den 26. Mai 2026 in Langenhagen auf offener Straße plötzlich auf seine von ihm getrennt lebende Ehefrau 48 Mal mit einem Messer eingestochen haben. Dabei habe er ihren Tod zumindest für möglich gehalten (Az.: 39 Ks 13/26).

Vorwurf: drei Überfälle auf Kioske

Die 2. große Strafkammer verhandelt ab Freitag, 6. November, um 9 Uhr in Saal H 2 wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung. Dem Angeklagten werden drei Überfälle auf verschiedene Kioske in Hannover von November 2024 bis Februar 2025 vorgeworfen. Er soll jeweils ein Messer als Drohmittel verwendet und Bargeld sowie Tabakwaren erbeutet haben (Az.: 40 KLs 16/26).

Vorwurf: Tritt auf den Kopf im Treppenhaus

Wegen versuchten Totschlags steht ab Montag, 9. November, um 9 Uhr ein Mann vor der 13. großen Strafkammer. Er soll am 22. April 2025 in Hannover einen anderen Mann im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses mehrfach geschlagen und getreten haben. Unter anderem soll er dem am Boden Liegenden, dessen Kopf über eine Treppenstufe ragte, stampfend auf den Kopf getreten haben. Vorausgegangen sei laut Landgericht, dass eine Bekannte den Angeklagten alarmiert habe, weil sie sich durch ihren Partner, den später Geschädigten, bedroht gefühlt habe (Az.: 39 Ks 3/26).

Vorwurf: Handelsplattform für illegale Geschäfte

Vor der Jugendkammer 1 beginnt am Mittwoch, 18. November, um 9 Uhr ein Verfahren gegen zwei Angeklagte wegen Betreibens krimineller Handelsplattformen. Sie sollen zwischen März 2024 und April 2025 unter anderem ein Internetportal betrieben haben, über das andere Personen Geschäfte wie An- und Verkäufe von Drogen abwickeln konnten (Az.: 31 KLs 2/26).

Vorwurf: Angriff an der Haltestelle Papenwinkel

Vor der Jugendkammer 4 war der Prozessauftakt gegen drei Angeklagte wegen versuchten Totschlags für Montag, 2. November, angesetzt. Sie sollen am 3. Mai 2026 gegen 6 Uhr an der Stadtbahnhaltestelle Papenwinkel in Hannover eine Person verfolgt, geschlagen und getreten haben. Als zwei Zeugen zu Hilfe gekommen seien, habe einer der Angeklagten diese ebenfalls zu Boden geschlagen und einem von ihnen mit Tötungsvorsatz auf den Kopf getreten (Az.: 102 KLs 15/26).

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