Hannover: Zoll stellt Drogen im Wert von rund 300.000 Euro sicher

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Das Zollfahndungsamt Hannover hat insgesamt mehr als 20 Kilogramm verschiedener Drogen sichergestellt, darunter Marihuana, Kokain und das als Droge missbräuchlich verwendete Arzneimittel Ketamin. Den Straßenverkaufswert schätzt die Behörde auf rund 300.000 Euro. Am Dienstag, 20. Oktober 2026, durchsuchten Ermittlerinnen und Ermittler zwei Wohnungen in Hannover. Öffentlich machte der Zoll die Durchsuchungen erst am Montag, 2. November 2026, nach eigenen Angaben aus ermittlungstaktischen Gründen.

Verdacht gegen 59- und 25-Jährigen

Die Ermittlungen richten sich gegen zwei Deutsche im Alter von 59 und 25 Jahren. Sie stehen im Verdacht, gewerbsmäßig mit Drogen im Kilogrammbereich Handel zu treiben. In der Wohnung des 59-Jährigen fanden die Einsatzkräfte laut Zollfahndungsamt mehr als fünf Kilogramm Marihuana, rund 150 Gramm Haschisch, etwa ein Kilogramm Kokain und circa drei Kilogramm Ketamin, dazu ein Reizstoffsprühgerät.

Bei dem 25-Jährigen beschlagnahmten die Zollfahnder 6.000 Euro Bargeld. Es bestehe der Verdacht, dass das Geld aus Drogengeschäften stamme. Beide Beschuldigten wurden erkennungsdienstlich behandelt und anschließend entlassen. Im Falle einer Verurteilung müssen sie nach Angaben des Zolls mit Freiheitsstrafen rechnen. Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung.

Postpaket mit mehr als zehn Kilogramm Marihuana

Ausgangspunkt war laut Zoll eine Kontrolle des Hauptzollamts Gießen im Juli 2026. Zöllner entdeckten dabei in einem Postpaket mehr als zehn Kilogramm Marihuana. Als Empfänger wurde der 59-Jährige aus Hannover ermittelt.

„Damit verhindern wir, dass diese Drogen und das als Rauschmittel missbrauchbare Arzneimittel Ketamin in Umlauf gelangen“, erklärt Monika Dennhardt, Leiterin des Zollfahndungsamts Hannover. Die weiteren Ermittlungen führt die Behörde im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hannover.

Ketamin: Narkosemittel und Partydroge

Ketamin wurde nach Angaben des Zolls ursprünglich als Narkosemittel entwickelt und wird bis heute in der Human- und Tiermedizin eingesetzt. Wegen seiner bewusstseinsverändernden Wirkung wird es auch als sogenannte Partydroge missbraucht. Der Konsum könne zu Wahrnehmungsstörungen, Orientierungslosigkeit und in höheren Dosierungen zu Bewusstlosigkeit führen. Bei regelmäßigem Konsum drohten gesundheitliche Schäden, insbesondere an der Harnblase.

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