Nach den Vergiftungsfällen an der Medizinischen Hochschule Hannover warnt Niedersachsens Gesundheitsminister Sammler vor dem Grünen Knollenblätterpilz.
Dr. Andreas Philippi warnte laut Mitteilung seines Ministeriums vom Dienstag, 3. November 2026, anlässlich der beginnenden Pilzsaison vor einem sorglosen Umgang beim Sammeln und Verzehr heimischer Wildpilze. Die MHH hatte am selben Tag vier Pilzvergiftungen in diesem Herbst gemeldet.
Der Grüne Knollenblätterpilz habe eine hohe Ähnlichkeit mit anderen essbaren Arten und sei hochgiftig, so Philippi: „So ist er für etwa 90 Prozent aller durch Pilze hervorgerufenen tödlichen Vergiftungen verantwortlich.“
Beschwerden kommen meist erst nach Stunden
Erste Symptome wie Übelkeit oder Erbrechen zeigten sich in der Regel mehrere Stunden nach der Nahrungsaufnahme, erklärte der Minister. Nach etwa ein bis zwei Tagen könne es zu Leber- oder Nierenschädigungen kommen. Pilzsammler sollten sich vorab über die hier vorkommenden Arten informieren.
Wer den Verdacht hat, unter einer Pilzvergiftung zu leiden, sollte laut Philippi umgehend ein Krankenhaus aufsuchen, „denn nach nur wenigen Stunden kann sich das Gift bereits im ganzen Körper ausgebreitet haben“. Um die Ursache festzustellen, empfehle es sich, Reste der Pilze oder des Erbrochenen mitzubringen.
Das Giftinformationszentrum-Nord ist bei Vergiftungen oder Verdacht darauf rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0551 19240 erreichbar.
Bildquellen
- Gästehaus der Niedersächsischen Landesregierung in Hannover: Klaaschwotzer / Wikimedia Commons
- Pute: Dmitry Makeev / Wikimedia Commons
- Kindertagesstätte in Leiferde: Okernick
- Niedersächsisches Innenministerium, Lavesallee Hannover: Christian A. Schröder (ChristianSchd) via Wikimedia Commons
- Grüner Knollenblätterpilz: Holger Krisp
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