Niedersachsen führt sein Beratungsprogramm „Start Guides“ für Zugewanderte und Betriebe fünf weitere Jahre bis 2031 fort.
Das kündigte Arbeits- und Integrationsminister Dr. Andreas Philippi am Mittwoch, 4. November 2026, beim „Start Guides“-Fachtag in Hannover an, wie das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung mitteilte. Rund 100 Fachleute von Arbeitsmarktprojekten, Jobcentern und Agenturen für Arbeit aus ganz Niedersachsen diskutierten dort, wie mehr Zugewanderte für betriebliche Ausbildungen gewonnen werden können. Den Fachaustausch veranstaltet das Ministerium jährlich mit dem Caritasverband für die Diözese Osnabrück.
Beratung für Zugewanderte und Betriebe
Die 24 regionalen „Start Guides“ beraten Zugewanderte mit und ohne Fluchthintergrund sowie Betriebe bei der Anbahnung von Ausbildungen und Beschäftigungsverhältnissen. Sie unterstützen laut Ministerium beide Seiten auch bei der betrieblichen Integration und bei Fragen zum Aufenthaltsrecht oder zur Arbeitsmarktförderung.
Eine Berufsausbildung biete jungen Menschen Schutz vor Arbeitslosigkeit und gute Chancen, sagte Philippi. Zugewanderte müssten deshalb frühzeitig in Ausbildung gebracht und beim Abschluss unterstützt werden.
Caritas: Viele Geflüchtete arbeiten als Helfer
Johannes Buß, Direktor des Caritasverbands für die Diözese Osnabrück, sagte, das Fachkräftepotenzial geflüchteter Menschen werde noch zu wenig genutzt. Viele arbeiteten in Helfertätigkeiten. „Ein großes Problem ist, dass viele Geflüchtete über keinen formalen Berufsabschluss verfügen“, sagte Buß, der zugleich das Koordinierungsprojekt ZBS AuF IV repräsentiert. Unterbrochene Bildungswege, fehlende Deutschkenntnisse und begrenzte Informationen über das Ausbildungssystem erschwerten den Übergang in eine Ausbildung.
Die neue Förderrichtlinie soll laut Ministerium zeitnah im Internetportal der Investitions- und Förderbank Niedersachsen unter nbank.de erscheinen. Arbeitshilfen und eine Liste häufiger Fragen bietet die Koordinierungsstelle unter zbs-auf.info an.
Bildquellen
- Justizvollzugsanstalt Sehnde: Rabanus Flavus / Wikimedia Commons
- Gästehaus der Niedersächsischen Landesregierung in Hannover: Klaaschwotzer / Wikimedia Commons
- Pute: Dmitry Makeev / Wikimedia Commons
- Dr. Andreas Philippi: photothek.net, via Wikimedia Commons
Nachrichten, Warnungen und Termine aus Hannover und der Region: Folgen Sie der Hannoverschen Rundschau auf Instagram und Facebook.
Auf Instagram folgenAuf Facebook folgenSie lesen gern lokale Nachrichten aus der Region Hannover? Wählen Sie die Hannoversche Rundschau bei Google als bevorzugte Quelle. Dann sehen Sie unsere Meldungen unter „Schlagzeilen“ häufiger.
Hannoversche Rundschau bei Google bevorzugen