Wedemark verabschiedet 18 Ratsmitglieder – van der Vorm nach 40 Jahren

2 Min. Lesezeit.

Mit dem Ende der Wahlperiode verlassen 18 Mitglieder den Rat der Gemeinde Wedemark. In der letzten Sitzung vor dem Wechsel hat Bürgermeister Helge Zychlinski ihre ehrenamtliche Arbeit gewürdigt, teilt die Gemeinde Wedemark mit. Zwei langjährige Ratsmitglieder standen dabei besonders im Mittelpunkt: Susanne Brakelmann nach 25 und Erik van der Vorm nach 40 Jahren Ratszugehörigkeit.

40 Jahre im Rat

Van der Vorm ist seit 1981 kommunalpolitisch aktiv. Er war zunächst 20 Jahre Ratsherr, kehrte nach einer Unterbrechung 2006 zurück und blieb bis zum Ende der Wahlperiode. Außerdem war er unter anderem im Ortsrat und als stellvertretender Bürgermeister tätig. Seine Schwerpunkte lagen im Bauwesen und in der Gemeindeentwicklung, auch in der Bau- und Entwicklungsgesellschaft. Zychlinski nannte ihn den „ewigen Ratsherrn“. Seine Fragen seien für die Verwaltung nicht immer bequem, aber in aller Regel fair gewesen. „Ein Rat der Gemeinde Wedemark ohne Erik van der Vorm ist möglich, aber sinnlos“, sagte der Bürgermeister mit einem Augenzwinkern.

Van der Vorm dankte für die Zusammenarbeit und bat um Entschuldigung, falls er bei kritischen Diskussionen jemandem zu nahe getreten sei. An den neuen Rat gerichtet sagte er, Demokratie lebe davon, dass Menschen Verantwortung übernähmen; gerade junge Menschen sollten sich früh engagieren.

25 Jahre: Susanne Brakelmann

Brakelmann gehörte dem Rat seit 2001 an. Sie war Ortsbürgermeisterin von Bissendorf, Vorsitzende des Ausschusses für Planen und Bauen und von 2016 bis 2024 stellvertretende Bürgermeisterin. Zychlinski hob ihre Fähigkeit hervor, unterschiedliche Positionen zusammenzuführen, und dass sie neben ihrem Ortsteil das Gesamtinteresse der Gemeinde im Blick behalten habe. „Wenn man jemanden als vorbildliche ehrenamtliche Kommunalpolitikerin bezeichnen darf, dann bist du das“, sagte er. Brakelmann dankte Ratskolleginnen und -kollegen, Bürgerinnen und Bürgern und der Verwaltung. Entscheidend sei gewesen, trotz unterschiedlicher Meinungen im Gespräch zu bleiben.

Beide erhielten eine Ehrenurkunde des Niedersächsischen Städtetages, ebenso Christiana Böttcher. Sie war 20 Jahre und neun Monate im Gemeinderat und prägte als Ortsbürgermeisterin die Entwicklung Brelingens.

Weitere Ausscheidende

Bernd Düerkop gehörte zu den ersten Ratsmitgliedern der Grünen in der Wedemark, war mehr als 20 Jahre im Rat und führte viele Jahre die Fraktion. Ingemar Becker, der erstmals 1996 in den Rat einzog, kam auf insgesamt zwölf Jahre und sechs Monate; er bleibt im Ortsrat Elze-Meitze. Angela Klingrad (elf Jahre, vier Monate) brachte sich vor allem in der Abwassergesellschaft ein, Larbi Amerouz (neun Jahre, zwei Monate) bleibt stellvertretender Ortsbürgermeister in Mellendorf.

Karin Kuhlmann (sechs Jahre, elf Monate) widmete sich der Bildungspolitik und der Volkshochschule, Hans-Henning Burtz (sechs Jahre, sieben Monate) vertrat besonders den Norden der Gemeinde und setzte sich für den Schienenverkehr ein. Birgit Eicke-Wedegärtner (sechs Jahre, zwei Monate) hatte ihren Schwerpunkt in der Abwasserwirtschaft. Fünf Jahre im Rat waren Carolin Beulshausen, die ihr Mandat mit einem Studium außerhalb der Wedemark verband, und Jens Klingebiel von der Tierschutzpartei. Auch Margarethe Garland wurde verabschiedet. Nicht anwesend waren Heike Müller (AfD), Johann-Hendrik Rodenbostel (FDP, fünf Jahre) und Walter Zychlinski (15 Jahre).

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