Das Land Niedersachsen stärkt die Eigenkapitalbasis der NBank. Mit der Unterzeichnung der Verträge bringt es zum 1. November einen Teil des Wohnraum- und Wohnquartierförderfonds (WoFF) in die Investitions- und Förderbank des Landes ein. Das Volumen der eingebrachten Kredite entspricht nach Angaben des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Bauen rund 890 Millionen Euro.
Die Erhöhung soll die Voraussetzung dafür schaffen, die Finanzierungsmöglichkeiten der NBank deutlich auszuweiten. Die soziale Wohnraumförderung bleibt laut Ministerium uneingeschränkt erhalten: Die Rückflüsse aus den übertragenen Darlehen werden weiterhin vollständig für deren Zwecke und Ziele eingesetzt.
Mehr Spielraum am Kapitalmarkt
Eine stärkere Eigenkapitalbasis verbessert nach Darstellung des Ministeriums vor allem die Möglichkeiten der NBank, zusätzliche Mittel am Kapitalmarkt aufzunehmen und gemeinsam mit Hausbanken umfangreiche Finanzierungen auf den Weg zu bringen. Die Bank gewinne so zusätzlichen Spielraum für Förderangebote in den verschiedenen Investitionsfeldern des Landes.
„Niedersachsen steht vor großen Investitionsaufgaben, Unternehmen, Kommunen und Einrichtungen benötigen verlässliche Finanzierungspartner, um Transformation, Innovation und nachhaltiges Wachstum zu gestalten“, sagt Wirtschaftsminister Tonne. Finanzstaatssekretärin Sabine Tegtmeyer-Dette ergänzt: „Die Eigenkapitalstärkung ist ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung der NBank zu einer leistungsfähigen Investitionsbank.“ Sie ermögliche es der Bank, zusätzliche Finanzierungen zu mobilisieren und verstärkt langfristige Darlehen für Zukunftsinvestitionen anzubieten.
NBank will Rolle als Förderbank ausbauen
„Die heutige Vereinbarung ist ein starkes Bekenntnis zur Investitionsfähigkeit Niedersachsens“, sagt Michael Kiesewetter, Vorstandsvorsitzender der NBank. Mit der gestärkten Kapitalbasis wolle die Bank ihre Rolle als zentrale Investitions- und Förderbank des Landes ausbauen.
Vorstandsmitglied Sonja Schwarz verweist auf Vorhaben, die viel Kapital langfristig binden: „Gerade dort, wo langfristige Investitionen hohe Kapitalbindung erfordern oder private Finanzierungen allein nicht ausreichen, braucht Niedersachsen einen leistungsfähigen Finanzierungspartner.“ Die Eigenkapitalstärkung eröffne neue Handlungsspielräume, um Unternehmen, Kommunen und weitere Akteure bei ihren Investitionen gezielter zu unterstützen.
Bildquellen
- Niedersächsisches Innenministerium, Lavesallee Hannover: Christian A. Schröder (ChristianSchd) via Wikimedia Commons
- Julia Willie Hamburg (Grüne), Pressefoto: Bündnis 90/Die Grünen Niedersachsen (Pressefoto)
- Kriminaltechnische Übung auf einer nachgestellten Fanmeile in Marokko: Landeskriminalamt Niedersachsen
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