Wedemark: Aussteiger Philip Schlaffer spricht vor fast 700 Jugendlichen

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Fast 700 Schülerinnen und Schüler am Campus W in der Wedemark haben den früheren Rechtsextremisten Philip Schlaffer gehört.

Der Geschäftsführer und Referent des Vereins extremislos e. V. sprach am Montag, 2. November, und Dienstag, 3. November 2026, vor den Jahrgängen neun und zehn aller drei Schulen, teilte die Gemeinde Wedemark am Donnerstag, 5. November 2026, mit. Organisiert hat die Vorträge die kommunale Schulsozialarbeit der Gemeinde, gefördert wurden sie von der Region Hannover.

rund 320Jugendliche des neunten Jahrgangs am Montag, 2. November 2026etwa 370Schülerinnen und Schüler des zehnten Jahrgangs am Dienstag, 3. November 2026rund 20 Jahregehörte Schlaffer laut Gemeinde der rechtsextremen Szene an

Rund 20 Jahre in der rechtsextremen Szene

Laut Gemeinde wuchs Schlaffer in einem Vorort von Lübeck auf und zog mit zehn Jahren mit seiner Familie nach England. Die Rückkehr nach Deutschland einige Jahre später habe er als tiefen Einschnitt empfunden. Auf der Suche nach Zugehörigkeit und Gemeinschaft sei er zunehmend in die rechtsextreme Szene geraten. Seine Vergangenheit umfasst nach Angaben der Gemeinde Neonazismus, Gewalt und die Mitgliedschaft in der kriminellen Rockerszene.

Jugendliche fragten nach den Vorträgen nach

In den Vorträgen ging es auch um die Anziehungskraft extremistischer Gruppierungen, ihre Ideologien und die Gefahren, die von ihnen ausgehen. Schlaffer bezog die Jugendlichen mit gezielten Fragen ein, im Anschluss nutzten viele die Gelegenheit, ihn selbst zu befragen. Am Campus W hatte er bereits im Juni 2025 gesprochen.

Schulsozialarbeit erlebt Radikalisierung im Alltag

Im schulischen Alltag werden rechtsextreme Einstellungen, menschenfeindliche Äußerungen und Radikalisierungstendenzen laut Gemeinde immer wieder sichtbar. Die Schulsozialarbeitenden würden damit in Beratungsgesprächen ebenso konfrontiert wie im allgemeinen Schulkontext.

Die kommunale Schulsozialarbeit organisiert regelmäßig Präventionsveranstaltungen zu gesellschaftlichen Themen. Die Angebote richten sich an Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Eltern und Erziehungsberechtigte.

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