Eine Arbeitsstunde kostete in Niedersachsen 2024 im Schnitt 42,71 Euro, rund 4 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.
Bundesweit lagen die Nettoarbeitskosten je geleistete Stunde bei 44,32 Euro, teilte das Landesamt für Statistik Niedersachsen am Donnerstag, 5. November 2026, mit. Die Werte gelten für Beschäftigte einschließlich Auszubildender. Sie stammen aus der Arbeitskostenerhebung, die alle vier Jahre nach europaweit einheitlichen Standards läuft.
Produzierendes Gewerbe liegt über dem Bund, Dienstleister darunter
Im Produzierenden Gewerbe kostete die geleistete Stunde durchschnittlich 48,06 Euro, im Dienstleistungsbereich 40,49 Euro. Der Abstand beträgt laut Landesamt rund 19 Prozent. Beim Produzierenden Gewerbe liegt Niedersachsen leicht über dem Bundesdurchschnitt von 47,45 Euro, beim Dienstleistungsbereich deutlich unter dem deutschlandweiten Niveau von 43,15 Euro.
Unter allen Wirtschaftsabschnitten wies die Energieversorgung mit 60,20 Euro je Stunde die höchsten Arbeitskosten auf, das Gastgewerbe mit 25,76 Euro die niedrigsten.
Drei Viertel entfallen auf Bruttoverdienste
75,8 Prozent der Arbeitskosten waren Bruttoverdienste, 24,2 Prozent Lohnnebenkosten. Der größte Teil der Lohnnebenkosten bestand aus gesetzlichen Arbeitgeberbeiträgen zur Sozialversicherung sowie weiteren gesetzlich bedingten Zahlungen. Zu den Bruttoverdiensten zählt das Landesamt neben dem Entgelt für geleistete Arbeitszeit unter anderem Sonderzahlungen und die Vergütung für nicht gearbeitete Tage wie Urlaub oder gesetzliche Feiertage.
Ergebnisse nach Kostenarten, Wirtschaftszweigen und Unternehmensgrößen stellt das Landesamt auf seiner Seite zu den Arbeitskosten in Niedersachsen bereit.
Bildquellen
- Grüne Niedersachsen: Strautmann, Hamburg, Garlichs: Bündnis 90/Die Grünen Niedersachsen
- Dr. Andreas Philippi: photothek.net, via Wikimedia Commons
- Justizvollzugsanstalt Sehnde: Rabanus Flavus / Wikimedia Commons
- Alte Stempeluhr in der IG Metall Bezirksleitung Hannover: Bernd Schwabe
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