SPD und Bündnis 90/Die Grünen bilden im künftigen Rat der Stadt Barsinghausen eine Gruppe. Das haben die Mitglieder beider Fraktionen in zwei getrennten Sitzungen beschlossen, heißt es in einer Presseinformation, die die Barsinghäuser Grünen am Mittwoch, 4. November 2026, veröffentlichten.
Nach dem vorläufigen Ergebnis der Kommunalwahl, das die Stadt Barsinghausen veröffentlichte, kommt die SPD auf 11 Sitze, die Grünen auf 6. Das sind zusammen 17 von 38 Sitzen.
Keine „Lotterie“ bei der Gremienbildung
Sabine Freitag, Fraktionsvorsitzende der Grünen, begründet den Schritt mit der konstituierenden Ratssitzung. „Wichtig ist uns mit Blick auf die konstituierende Ratssitzung, dass wir aus der Gremienbildung keine ‚Lotterie‘ machen“, sagte sie. Wegen der verschiedenen Gruppenbildungen in den letzten Tagen könnten Losentscheidungen unter Umständen zu Gremien führen, die anders entschieden, als es die Mehrheitsverhältnisse im Rat zeigten.
Peter Messing, Fraktionsvorsitzender der SPD, verweist auf frühere Bündnisse. „Gruppenbildungen, Zählgemeinschaften oder sogar Koalitionen von SPD und Grünen in Barsinghausen sind kein Novum“, sagte er. Beide Fraktionen hätten dabei ihre Anträge oder Themen gemeinsam auf den Weg gebracht, ohne die politische Eigenständigkeit aufzugeben.
Absprachen im Rat
Beiden Fraktionen sei wichtig, Mehrheiten ohne Stimmen aus dem „extremen rechten Lager“ im Stadtrat zu bilden, heißt es in der Mitteilung. Dafür wollen sie auf „demokratische Fraktionen“ im Rat zugehen, auch um wichtige Projekte in den kommenden Jahren mit soliden Mehrheiten umzusetzen. „Die Gruppe bildet für uns dabei den Rahmen für tragfähige Absprachen“, sagte Freitag.
Bildquellen
- Das Schloss in Burgdorf am Spittaplatz: GeorgDerReisende, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
- Rathaus der Gemeinde Uetze: Gemeinde Uetze
- Eva Bender vor dem Haus der Region Hannover: Region Hannover, Schröder
- Florian Lübeck, Bürgermeister der Wedemark: Gemeinde Wedemark
- rathaus-barsinghausen-bergamtstrasse: Rosual
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