Niedersachsen: Verbraucherzentrale fordert Senioren BahnCard ohne Online-Konto

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Die Verbraucherzentrale Niedersachsen fordert, dass ältere Menschen die Senioren BahnCard auch ohne Internet bekommen können.

Die Deutsche Bahn AG bietet die Senioren BahnCard 25 und 50 vergünstigt für Reisende ab 65 Jahren an. Wer keine E-Mail-Adresse besitzt, kann laut Mitteilung der Verbraucherzentrale vom Freitag, 6. November 2026 jedoch kein Kundenkonto einrichten und damit auch keine BahnCard nutzen. Ältere Menschen, die häufig weniger mit der digitalen Welt vertraut seien, würden dadurch benachteiligt, obwohl sie die eigentliche Zielgruppe des Angebots seien.

Senioren BahnCard: Das kritisiert die Verbraucherzentrale
AngebotSenioren BahnCard 25 und 50 für Reisende ab 65 JahrenVoraussetzungOnline-Kundenkonto mit E-Mail-Adresse, auch für den AusdruckForderungein analoger Zugang zur Senioren BahnCardBeratung in HannoverGeorgsplatz, Ecke Landschaftstraße 3, Termin vorab, Telefon 0511 91196-0

Beschwerden von Ratsuchenden ohne Internet

„Uns haben Beschwerden von älteren Ratsuchenden erreicht, die das Internet nicht nutzen, aber weiterhin mit der Bahn fahren möchten“, sagt Markus Hagge, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Aufgrund des faktischen Digitalzwangs der Deutschen Bahn können sie von der Senioren BahnCard jedoch nicht profitieren.“

Auch der Ausdruck setzt ein Kundenkonto voraus

Die Bahn verweist nach Angaben der Verbraucherzentrale als Alternative zur digitalen BahnCard darauf, dass Kundinnen und Kunden die Karte selbst ausdrucken können. Für den Ausdruck seien aber ebenfalls ein Online-Kundenkonto und eine E-Mail-Adresse nötig. Menschen ohne Internetzugang blieben damit ausgeschlossen oder auf die Hilfe Dritter angewiesen, eine unkomplizierte physische Ersatzkarte gebe es nicht mehr.

„Die Bahn sollte hier dringend nachbessern und Menschen ohne Zugang zum Internet ermöglichen, eine BahnCard analog zu buchen. Die Deutsche Bahn hat schließlich einen Beförderungsauftrag, der sie grundsätzlich auch zur Barrierefreiheit verpflichtet“, sagt Hagge.

Bei Fragen bietet die Verbraucherzentrale Niedersachsen kostenlose Beratung vor Ort, am Telefon und per Video an. Die Beratungsstelle Hannover liegt am Georgsplatz, Ecke Landschaftstraße 3, der Eingang ist am Georgsplatz. Für Beratungen vor Ort ist vorab ein Termin nötig, die kostenfreie Telefonberatung ist ohne Termin möglich. Die Beratungsstelle ist unter 0511 91196-0 erreichbar.

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