Wilhelmshaven: Neues Spezialschiff „Ronja Ruteplate“ soll Ölunfälle bekämpfen

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Niedersachsen hat ein neues Spezialschiff für die Bekämpfung von Ölunfällen vor der Küste: Der Landesbetrieb NLWKN übernahm in Wilhelmshaven die „Ronja Ruteplate“.

Nach rund vierjähriger Bauzeit übergab die SET Schiffbau- und Entwicklungsgesellschaft Tangermünde das Mehrzweckschiff am Donnerstag, 22. Oktober 2026, am Liegeplatz in Wilhelmshaven an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), wie das Niedersächsische Umweltministerium am Donnerstag, 5. November 2026, mitteilte. Die Stadt wird Heimathafen des Schiffs. Es hat rund 21 Millionen Euro gekostet, mehr als die Hälfte der Summe kam vom Umweltministerium.

Die Ronja Ruteplate
ArtMehrzweckschiff, unter anderem zur ÖlunfallbekämpfungKostenrund 21 Millionen EuroHeimathafenWilhelmshavenEinsatzgebietDeutsche Bucht, Schwerpunkt niedersächsisches KüstenmeerAbnahmesoll bis Ende November 2026 erreicht werdenTaufe und Regelbetriebfür Anfang 2027 geplant

Forschung und Vermessung gehören zu den Aufgaben

Vorgesehen ist die „Ronja Ruteplate“ als Forschungs-, Vermessungs- und Gewässerüberwachungsschiff in der Deutschen Bucht, das niedersächsische Küstenmeer bildet dabei einen Einsatzschwerpunkt. „Darüber hinaus ist das Schiff für die Bekämpfung von Ölunfällen ausgelegt“, sagte Dirk Baake vom Fachbereich Schadstoffunfallbekämpfung Küste beim Havariekommando in Cuxhaven. Vertreter des NLWKN und des Havariekommandos hatten das Schiff vor der Übergabe über einen längeren Zeitraum erprobt und geprüft.

Meyer verlangt andere Antriebe und Routen

Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer sprach von einem vielseitig einsetzbaren Schiff. Das Land fordert nach seinen Worten die Umstellung auf klimaneutrale, fossilfreie Schiffsantriebe und eine Schifffahrtsroute weiter entfernt von sensiblen Bereichen des Nationalparks Wattenmeer.

„Der Schutz unseres Weltnaturerbes Wattenmeer vor Öl- und anderen Schiffskatastrophen hat oberste Priorität.“Christian Meyer, Umweltminister in Niedersachsen

Restarbeiten bis Ende November

Der NLWKN konnte das Schiff mit vorübergehenden technischen Einschränkungen in einzelnen Aufgabenbereichen übernehmen. Die nötigen Restarbeiten sollen am Liegeplatz in Wilhelmshaven erledigt werden, die endgültige Abnahme soll bis Ende November 2026 erreicht werden. Die Taufe und der anschließende Übergang in den Regelbetrieb sind für Anfang 2027 geplant.

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